Wenn unterschiedliche Stakeholder Zukunft verhandeln
Ausgangssituation
Ein gesellschaftlich und politisch sensibles Zukunftsthema war über Jahre von öffentlichen Auseinandersetzungen geprägt.
Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft, Industrie, NGOs und weitere Interessengruppen vertraten ihre Positionen mit großem Engagement – häufig über Medien, Presseaussendungen und öffentliche Debatten. Die Diskussionen waren emotional, widersprüchlich und von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Gleichzeitig bestand auf allen Seiten der Wunsch, eine tragfähige Zukunft zu gestalten.
Organisationen scheitern selten an unterschiedlichen Interessen. Sie scheitern daran, dass die Beteiligten ihre Wirklichkeit nur noch öffentlich verteidigen – statt sie gemeinsam zu erkunden.
Genau an diesem Punkt setzte CoreFinding an.
Der Auftrag
Ziel war es nicht, zwischen den unterschiedlichen Positionen zu vermitteln oder einen Kompromiss zu finden.
CoreFinding sollte erstmals sichtbar machen,
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welche Denk- und Bedeutungswelten die einzelnen Stakeholder prägen,
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welche Erwartungen und Zukunftsbilder hinter ihren Positionen stehen,
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und wo trotz unterschiedlicher Sichtweisen bereits gemeinsame Ziele bestehen.
Erst auf dieser Grundlage sollte eine gemeinsame strategische Orientierung entstehen.
Was sichtbar wurde
Die größte Erkenntnis war überraschend.
Der eigentliche Konflikt lag nicht in den Interessen der beteiligten Gruppen.
Nahezu alle verband dasselbe Ziel: eine langfristig tragfähige Zukunft. Unterschiede entstanden dort, wo dieselben Begriffe unterschiedlich verstanden wurden.
Begriffe wie Verantwortung, Nachhaltigkeit, Pflanzenschutz, Innovation oder Zukunft hatten – je nach Perspektive – eine völlig andere Bedeutung.
Dadurch entstanden Missverständnisse, gegenseitige Zuschreibungen und öffentliche Konflikte.
CoreFinding machte diese unterschiedlichen Bedeutungswelten erstmals sichtbar.
Nicht, um Unterschiede aufzulösen.
Sondern um sie verständlich zu machen.
Damit entstand erstmals eine gemeinsame Gesprächsgrundlage, auf der unterschiedliche Positionen nicht gegeneinander verteidigt, sondern gemeinsam weiterentwickelt werden konnten.
Die Wirkung
Aus einer polarisierten Debatte entstand eine gemeinsame strategische Orientierung.
Die Beteiligten entwickelten konkrete Handlungsoptionen für Kommunikation, Zusammenarbeit, Forschung, Entscheidungsstrukturen und die zukünftige Koordination aller relevanten Akteur. Dabei wurden die unterschiedlichen Perspektiven nicht vereinheitlicht, sondern als Grundlage für tragfähige Lösungen genutzt.
Erstmals entstand ein gemeinsames Bild davon, welche Entwicklungen von allen Beteiligten getragen werden können – ohne die Vielfalt der Interessen aufzugeben.
Nachhaltige Wirkung
Der nachhaltige Erfolg bestand nicht darin, dass plötzlich alle derselben Meinung waren.
Der Erfolg bestand darin, dass aus gegenseitiger Abgrenzung ein gemeinsamer Verständigungsraum entstand.
CoreFinding zeigte, dass selbst in hochkomplexen Stakeholderprozessen Orientierung möglich wird, wenn nicht Positionen, sondern die dahinterliegenden Bedeutungen sichtbar werden.
Denn Verständigung beginnt nicht dort, wo alle gleich denken.
Sie beginnt dort, wo Menschen verstehen, warum andere anders denken.
