Die agile Glaubenskrise

Aktualisiert: 28. Nov 2019


Ein schöner Artikel zum Thema:

https://www.linkedin.com/pulse/die-agile-glaubenskrise-reto-schmid/?trackingId=J8F6vTqOAso2eb%2BxXfI%2Fpw%3D%3D


Unser Input dazu:

15 Jahre praktische Forschung und Erfahrung haben uns gezeigt, dass in der Unternehmenskultur jeder Organisation der Schlüssel für ihre Fähigkeit liegt, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und rasch zu verändern. In Zeiten sprießender Start-ups ist das auch notwendig – Firmen müssen eine enorme Flexibilität an den Tag legen, um in ihrem Feld nicht abgehängt zu werden. Kennzahlen und Benchmarks alleine reichen daher nicht mehr aus, um stabile Zukunftsprognosen abzuleiten.


Die Unternehmenskultur besteht aus zwei Wissensanteilen: einem expliziten und einem impliziten Teil. Explizit ist Wissen, das aussprechbar oder messbar ist, wie bestimmte Regeln, Prozesse oder Strukturmaßnahmen. Implizit sind unbewusste und unausgesprochene Werte, Normen, mentale Barrieren, aber auch Treiber, die die Veränderungsfähigkeit einer Organisation definieren. Implizites Wissen ist stark handlungsleitend und Grundlage jeder Entscheidung, bleibt bei Analysen jedoch zumeist verborgen.


Veränderungsfähige Organisationen sind wendig und flexibel, weil sie ihre unbewussten Wissensanteile in die Unternehmenssteuerung integrieren. Sie können laufend nachjustieren, weil sie alle relevanten Handlungsoptionen, Hindernisse und Barrieren kennen. Sie stellen ihre Entscheidungen auf eine breite Basis, weil der Input dazu von den Beteiligten selbst (Kunden, Mitarbeitende, Marktteilnehmer), aus ihrer Gesamtintelligenz, entwickelt wurde.


Als wichtigster Faktor für die betriebliche Veränderungsfähigkeit wird die individuelle Gesamtintelligenz jeder Organisation zukünftig nicht mehr auszublenden sein. Vor allem, weil das Wissensmanagement endlich Methoden entwickelt hat, die das implizite Wissen wie das explizite Wissen gleichermaßen erheben und als Darstellung in Form einer mentalen Landkarte des Unternehmens nutzbar machen. Durch mehrmaliges Generieren einer mentalen Landkarte wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten ersichtlich, wo das Unternehmen aktuell steht, in welche Richtung es sich entwickelt und wie und wo nachjustiert werden muss, um geplante Ziele zu erreichen.


Diese moderne Art der Unternehmenssteuerung entlastet Führungskräfte enorm, weil sie das Wissen aller Beteiligten einbezieht und so Sicherheit für zukunftsorientierte Entscheidungen liefert. Wagen Sie also einen Blick hinter die Kulisse und schauen sich die mentale Landkarte ihrer Organisation an.


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